placeholder

Deutschsprachige Rock- und Popmusik erfreut sich seit mehreren Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit. Jüngere und ältere Fans, weiblich oder männlich, hören vermehrt gezielt deutsche Interpreten und gehen zu deren Konzerten. Andreas Bourani, Gregor Meyle, Mark Forster, Alexa Feser, um nur einige zu nennen, sind zu festen Größen in der deutschen Rock- und Popmusikwelt geworden. Ob gefühlvolle Balladen oder tanzbare mid-tempo-Nummern, das Spektrum dieser Musik ist vielfältig, wobei vor allem die Texte einen wichtigen Stellenwert bei den Konsumenten einnehmen. Hier finden wir oft Themen, die auf den eigenen Erlebnissen dieser Künstlerinnen und Künstler basieren und so für eine hohe Glaubwürdigkeit und damit einen großen Sympathiefaktor sorgen.

Die meisten dieser Künstlerinnen und Künstler liegen von ihrem Alter her zwischen zwanzig und fünfunddreißig Jahren. Das, was sie in ihren Liedern besingen, hat, wie beschrieben, vielfach damit zu tun, was sie in ihrem Leben bisher persönlich erfahren haben. Für die Fans in dieser Altersspanne ist der Abgleich mit den eigenen und den besungenen Erlebnissen quasi eins-zu-eins nachvollziehbar bzw. verstehbar, da beide Erlebnisse in einem ähnlichen Zeitkorridor liegen. Fan und Künstlerin bzw. Künstler begegnen sich sozusagen auf »Augenhöhe«, wodurch die Bindung zwischen ihnen erhöht wird, dadurch eine hohe Identifikation stattfindet und damit den langfristigen Erfolg der entsprechenden Künstlerin bzw. des entsprechenden Künstlers vorantreibt.

Wie wir wissen, wird aktuelle deutschsprachige Rock- und Popmusik aber auch von Menschen konsumiert, deren Alter weit über fünfunddreißig Jahren liegen kann. Wahrscheinlich ist der Anteil der weiblichen Fans in dieser Altersgruppe höher als der Anteil der männlichen Konsumenten. Auch sie identifizieren sich mit den Texten und der Musik von Bourani und Co., auch wenn die bevorzugten Interpreten vom Altersunterschied her eine Generation unter dieser Fangruppe liegen können. Viele dieser Fans sind vom Äußeren und Inneren her jung geblieben und oftmals sieht man ihnen das reifere Alter nicht direkt an. Auf ihrem bisherigen Lebensweg haben sie eventuell auch schon die eine oder andere Krise überstanden, was bedeutet, dass sie sich anderen Herausforderungen in ihrem Leben stellen mussten und müssen, als die Generation nach ihnen. Natürlich gibt es auch solche Krisen, die generationenunabhängig sind. Aber für eine fünfzig-jährige Frau ist es beispielsweise etwas anderes, wenn ein fünfundzwanzig-jähriger Künstler über seinen »Liebesschmerz« singt, oder ein Sänger ihrer Generation über seinen Schmerz berichtet, den er hatte, als er von seiner langjährigen Partnerin verlassen worden ist. Der reifere Künstler kann eine höhere Empathie bei ihr auslösen, weil sie vielleicht in ihrer Vergangenheit ähnliche Erfahrungen gemacht hat, wie die von ihm besungenen. Das führt zu mehr Authentizität, Sympathie und Identifikation, nach dem Motto: »Der Künstler XY spricht mir aus der Seele! Den mag ich. Seine CD will ich kaufen. Sein Konzert möchte ich besuchen.«

Nun gibt es natürlich Sängerinnen und Sänger in dieser Generation, die seit Jahrzehnten erfolgreich auf dem deutschen Musikmarkt agieren und im Moment zusätzlich davon profitieren, dass deutschsprachige Popmusik sich zur Zeit ziemlich gut vermarkten lässt. Das aktuelle Album von Udo Lindenberg sei hier als ein positives Beispiel erwähnt. Allerdings finden wir in diesem Alterssegment kaum »Newcomer«, die sich aus dieser Generation re-krutieren. Doch »Neue Gesichter« sind für jedes Musikgenre »das Salz in der Suppe«, damit das entsprechende Genre erfolgreich weiter bestehen kann. Der deutschsprachigen Popmusik fehlt es an »Nachwuchs-Künstlerinnen und -Künstlern« aus der reiferen Generation. Hier gilt es, eine interessante und auch lukrative »Lücke« zu schließen!

Genau in diese »Lücke« will Sänger und Gitarrist Jan Koemmet mit seiner empathischen Musik stoßen. Er hat in seinem bisherigen Leben viel erlebt und musste schwere persönliche Krisen überstehen. In seinen gefühlvollen Liedern verarbeitet er diese Erfahrungen zu sinnlichen Klangwelten. Jans unprätentiöse Art passt zu seiner aufrichtigen Musik und seinen ehrlichen Texten, die ihren Weg direkt ins Herz seiner Hörerschaft finden und nachhaltig in Erinnerung bleiben. So hat Jan das Potential vor allem beim weiblichen Publikum seiner Generation anzukommen, da gerade Frauen oftmals eine höhere Empathie-Empfänglichkeit besitzen als Männer dieser Generation.