Vaterlos im Mutterland

Nach der Nacht in der er deine Seele nahm
Geriet mein Leben jäh aus der vertrauten Bahn.
In den Träumen warst du dann so oft bei mir
Und mein Kopf war voll mit Bildern nur von dir.

Viele Wege hab’ ich seit dem ausprobiert.
Selten hat mich jemand wirklich protegiert.
Immer wieder traf mich die Enttäuschung hart,
Denn für mich gab es nie wieder einen Vatertag.

Ich war Vaterlos im Mutterland.
Hoffnungslos als du verschwandst.
Ahnungslos und durchgebrannt.
Richtungslos im Niemandsland.

Vaterlos im Mutterland.
Wehrlos ohne Widerstand.
Schwerelos wie ein Trabant.
Heimatlos im Vaterland.

Mit der Zeit war dein Gesicht vor mir verblasst
Und das Licht in meinem Tunnel ist aufgewacht.
Sehr viel später hab’ ich dich nochmal vermisst,
Als meine Kinder fragten wo ihr Opa ist.

Mehr und mehr verschwand mein tiefes Urvertrau’n
Und mein Herz fing an dem Leben zu misstrau’n.
Ich war Vaterlos im Mutterland.

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