»Oedipus Rex«

Am letzten Montag sind in der Oper Wuppertal nach den Ferien die Proben zu Igor Stravinskys »Oedipus Rex« wieder aufgenommen worden. Als Mitglied des Extrachores (Tenor) bin auch ich Teil des Opern-Ensembles, welches die Oper aufführen wird. Wir proben fast jeden Tag. Die Premiere ist am 15. September 2019. Die Regie hat Timofey Kulyabin übernommen. Er und sein Team hatten bereits in der Spielzeit 2016/17 den umjubelten »Rigoletto« von Giuseppe Verdi in Wuppertal erarbeitet. Kulyabin ist einer der prominentesten und spannendsten jungen Opern- und Theaterregisseure in Russland. Es macht unglaublich viel Spaß mit ihm zu arbeiten, da er ein konsequentes aber auch sehr originelles Inszenierungs-Konzept verfolgt.

Doch nun zur tragischen Geschichte dieser griechischen Sage von Sophokles: Nach dem Oedipus das Rätsel der Sphinx gelöst hatte und so die Stadt Theben von dem Ungeheuer befreien konnte, heiratete er die verwitwete Königin Jocaste und wurde selbst zum Herrscher von Theben. Doch irgendwann bricht im Land die Pest aus und Oedipus sendet seinen Schwager Kreon aus, das Orakel von Delphi zu befragen, um die Seuche zu beenden. Das Orakel fordert Rache für die Ermordung des Laios, dem ersten Mann von Jocaste. Oedipus will den Mörder finden, doch die Nachforschungen ergeben, das er selber nicht nur der Sohn des Laios ist, sondern ihn auch an einem Kreuzweg erschlagen hat. Zudem hat er durch seine Hochzeit mit Jokaste seine eigene Mutter geheiratet. Als das schicksalhafte Geschehen bekannt wird, erhängt sich Jocaste und Oedipus sticht sich die Augen aus und verlässt Theben als Bettler.

Die konzertante Uraufführung von »Oedipus Rex« fand 1927 in Paris statt. Stravinskys Oper gilt als beispielgebend und beeinflusste zahlreiche Komponisten, wie zum Beispiel Paul Hindemith, Carl Orff oder Arthur Honegger.

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